Der Kürbisberg in meiner Küche wird einfach nicht kleiner, und die letzten Tomaten müssen sowieso weg. Also kommt beides zusammen in einen Topf: Meine Kürbis-Tomatensoße ist eine cremige Pastasoße ganz ohne Sahne, und sie landet nicht im Einkochglas, sondern portionsweise in der Gefriertruhe.

Das Rezept gehört zu meinem Kürbis-Tag. Wie ich den Rest vom Kürbis als Vorrat einfriere, zeige ich dir in meinem Kürbis-Vorrat aus Püree und Würfeln.

Im Video siehst du, wie die Kürbis-Tomatensoße entsteht, zusammen mit meinen anderen Kürbisrezepten zum Einfrieren.

Im Video zeige ich dir ab 11:41 ausführlich das Rezept.

⚠️ Bitte nicht einkochen, sondern einfrieren: Kürbis macht Tomatensoße säureärmer. Für so eine Mischung gibt es kein getestetes Einkochrezept für zu Hause. Kürbis ist säurearm, und im Einkochtopf werden nur etwa 100 °C erreicht, zu wenig gegen Botulismus-Sporen. Mehr dazu in meinem Beitrag Kürbis einfrieren statt einkochen. Quellen: NCHFP: Beware: Pumpkin Butter, NCHFP: Pumpkins and Winter Squash, cubed, Penn State Extension: Preserving Pumpkin Puree Safely at Home, University of Illinois Extension: Preserving Pumpkin, BfR: Fragen und Antworten zum Botulismus.

Kürbis-Tomatensoße: cremig ohne Sahne

Und ja, ich weiß: Normalerweise würde ich Tomatensoße einkochen, wie in meinem Video Tomatensauce einkochen. Aber sobald Kürbis drin ist, ist das Ding nicht mehr sauer genug. Also heißt es hier: abkühlen lassen, portionieren, ab in die Truhe.

Was ich an dieser Soße mag: Der Kürbis macht sie richtig cremig, ganz ohne Sahne. Sie verwertet Kürbis und die letzten Tomaten aus dem Garten, und statt frischer Tomaten gehen auch eigene Tomatensoße oder passierte Tomaten. Aus der Truhe wird sie zum schnellen Abendessen, und sie passt auch prima in eine Lasagne.

Für den Geschmack kommt ein Schluck von meiner selbstgemachten Gemüsebrühe dazu. Das Rezept dafür findest du in meinem Short Das ist die leckerste Gemüsebrühe!.

Zutaten

Menge: ca. 2,5 l (6–8 Portionen à 300–400 ml) · Zeit: ca. 50 Minuten

  • 1,2 kg Hokkaido (mit Schale), gewürfelt
  • 1,5 kg Tomaten (oder 1 l eigene Tomatensoße bzw. passierte Tomaten)
  • 2 Zwiebeln
  • 4 Knoblauchzehen
  • 3 EL Olivenöl
  • 2 EL Tomatenmark
  • 1 TL Paprika edelsüß
  • 1 Prise Chili
  • 1 TL getrockneter Oregano oder Thymian
  • 1 Zweig Rosmarin
  • ca. 300 ml Gemüsebrühe
  • Salz und Pfeffer nach Geschmack
  • 1 TL Zucker
  • 1–2 EL Balsamico zum Abschmecken

Zubereitung

  1. Zwiebeln und Knoblauch im Olivenöl glasig dünsten, das Tomatenmark kurz mitrösten.
  2. Kürbis, Tomaten, Brühe und Gewürze dazugeben, aufkochen und ca. 25 Minuten köcheln lassen, bis der Kürbis weich ist.
  3. Den Rosmarin herausnehmen, die Soße fein oder stückig pürieren und mit Salz, Pfeffer, Zucker und Balsamico abschmecken.
  4. Abkühlen lassen, portionsweise in Gefrierdosen oder Gefrierbeutel füllen und einfrieren.

Salz und Pfeffer wiege ich hier nicht ab, ich schmecke einfach am Ende ab. Ein Schuss Balsamico und eine Prise Zucker, fertig. Ob du die Soße fein oder stückig pürierst, ist ganz deine Sache.

Symbolbild: frisch pürierte Kürbis-Tomatensoße im Topf mit Pürierstab
Symbolbild: die Soße nach dem Pürieren.
Großer Topf mit cremiger, orangeroter Kürbis-Tomatensoße und Schöpfkelle in der Küche

Kürbis-Tomatensoße zum Einfrieren

Kürbis und die letzten Tomaten aus dem Garten werden zu einer cremigen Pastasoße, ganz ohne Sahne. Portionsweise eingefroren steht im Winter in ein paar Minuten ein Abendessen auf dem Tisch.
Zubereitungszeit 25 Minuten
Gesamtzeit 50 Minuten
Portionen: 6 Portionen à 300–400 ml
Gericht: Hauptgericht

Zutaten
  

  • 1,2 kg Hokkaido mit Schale, gewürfelt
  • 1,5 kg Tomaten oder 1 l eigene Tomatensoße bzw. passierte Tomaten
  • 2 Zwiebeln
  • 4 Knoblauchzehen
  • 3 EL Olivenöl
  • 2 EL Tomatenmark
  • 1 TL Paprika edelsüß
  • 1 Prise Chili
  • 1 TL getrockneter Oregano oder Thymian
  • 1 Zweig Rosmarin
  • 300 ml Gemüsebrühe ca.
  • Salz nach Geschmack
  • Pfeffer nach Geschmack
  • 1 TL Zucker
  • 1–2 EL Balsamico zum Abschmecken

Methode
 

  1. Zwiebeln und Knoblauch im Olivenöl glasig dünsten, das Tomatenmark kurz mitrösten.
  2. Kürbis, Tomaten, Brühe und Gewürze dazugeben, aufkochen und ca. 25 Minuten köcheln lassen, bis der Kürbis weich ist.
  3. Den Rosmarin herausnehmen, die Soße fein oder stückig pürieren und mit Salz, Pfeffer, Zucker und Balsamico abschmecken.
  4. Abkühlen lassen, portionsweise in Gefrierdosen oder Gefrierbeutel füllen und einfrieren.

Notizen

Bitte nicht einkochen, sondern einfrieren: Der Kürbis macht die Tomatensoße säureärmer, und für so eine Mischung gibt es kein getestetes Einkochrezept für zu Hause. Mehr dazu im roten Kasten oben im Beitrag.
Die Soße ergibt ca. 2,5 l, also 6–8 Portionen à 300–400 ml. Im Gefrierschrank hält sie ca. 6 Monate. Lass sie vor dem Einfrieren vollständig abkühlen und beschrifte die Dosen.

Einfrieren & Haltbarkeit

  • Hält im Gefrierschrank ca. 6 Monate.
  • Vor dem Einfrieren vollständig abkühlen lassen.
  • In Portionen à 300–400 ml einfrieren und beschriften.
  • Nicht ins Glas einkochen (siehe Hinweis oben).

So servierst du die Soße

Ich esse die Soße ganz klassisch mit Nudeln, Parmesan und ein paar gerösteten Kürbiskernen obendrauf. Wie du die Kerne röstest, steht in meinem Rezept für Kürbis-Gnocchi mit Salbeibutter. Und wenn du mehr Zeit hast, schichtest du sie einfach in eine Lasagne.

Symbolbild: Nudeln mit Kürbis-Tomatensoße, Parmesan und gerösteten Kürbiskernen
Symbolbild: Nudeln mit Soße, Parmesan und Kernen.

Häufige Fragen

Kann man Kürbis-Tomatensoße einkochen?

Nein, bitte nicht. Der Kürbis senkt die Säure der Tomatensoße, und für diese Mischung gibt es kein getestetes Einkochrezept für zu Hause. Darum frierst du sie ein.

Wie lange hält die Soße eingefroren?

Im Gefrierschrank hält sie ungefähr 6 Monate. Beschrifte die Dosen oder Beutel, dann weißt du immer, was du vor dir hast.

Kann ich statt frischer Tomaten passierte nehmen?

Ja. Statt 1,5 kg frischer Tomaten nimmst du 1 l eigene Tomatensoße oder passierte Tomaten.

Fazit

Kulinarisch war diese Soße für mich ein echtes Highlight. Ich esse nämlich schon seit Jahren nur noch die beste Tomatensauce der Welt, und die ist auch selbst gemacht. Wie sie geht, zeige ich dir in meinem Short Zu viele Tomaten? Rezept für die beste Tomatensauce der Welt. Jetzt mal ein bisschen Abwechslung auf dem Teller zu haben, finde ich richtig cool.

Diese Soße ist für mich richtig gute Resteverwertung: Kürbis und die letzten Tomaten rein, pürieren, einfrieren, und im Winter steht in ein paar Minuten ein Abendessen auf dem Tisch. Wofür würdest du sie nehmen, für Pasta oder für Lasagne? Schreib es mir gern in die Kommentare.

Weiter geht’s mit dem nächsten Rezept vom Kürbis-Tag: meinem Kürbis-Linsen-Curry für die Truhe.

Neue Videos aus meiner Küche, dem Garten und vom Hof gibt es jeden Sonntag um 9 Uhr auf meinem YouTube-Kanal Raus auf´s Land. Alle Rezepte hier im Blog findest du unter Rezepte.

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